Unbenannt - 19. Januar 2026 00:00:00 Speaker: Mal noch knutschen. Knutschen kann ja auch mal ganz schön ausarten. Gerade wenn Berufe noch eher unbekannt sind. Und dann habe ich manchmal so ein Double Take Moment, weil ich so denke Hey, hat die untenrum nichts an? Also wenn wenn es einvernehmlich passiert. Super, Fasst euch überall an! Was sieht man eigentlich und was denken wir uns dazu? Arbeitstitel Der Podcast über Berufe, von denen du vielleicht noch nie gehört hast. Hi, ich bin Nike und ich bin Lena und wir heißen euch ganz herzlich willkommen zu der ersten Folge von unserem Podcast Arbeitstitel. Wir erzählen euch hier von Berufen, von denen ihr vielleicht noch nie was gehört habt. Das hat tatsächlich auch so ein bisschen Ursprung in Dingen, die uns selber so aufgefallen sind. Also ich finde das wahnsinnig spannend, wenn man halt irgendwie so in einem im Alltag, einem Beruf begegnet, wo man so ist, so ach krass, Da ich noch nie von gehört, so habe ich mir noch nie Gedanken darüber gemacht, dass das auch Menschen machen. Dass das vielleicht auch ein Beruf sein könnte. Und ja, ich finde das halt mega spannend. Und Lena, ich glaube, dir geht es ähnlich, oder? Ganz genau. Und deswegen wollen wir euch jetzt halt immer jede Folge einen Beruf vorstellen, von dem ihr vielleicht noch nie was gehört habt. Und wir sprechen immer auch mit einer Person, die diesen Beruf auch ausübt. Und unser Plan ist auf jeden Fall, dass dieser Podcast alle zwei Wochen erscheint. Okay, starten wir direkt mit der Richtung, in die wir gehen wollen. Welche Berufe fallen dir denn ein, die mit Sex und oder nackten Menschen zu tun haben? Uh, okay, gute Frage. Das erste, woran ich denke, ist Gynäkologin. Da muss man sich ja auch ausziehen, wenn man da ist und man wird irgendwie beraten. Oh, Beratung hier, paar Sexualtherapeutin. Mhm. Oh, Okay. Sexarbeiterinnen. Fair. Sex. Nackt. Ähm. Das ist gar nicht so einfach. Nackte Menschen. Finde ich interessant, dass du das dazu gesagt hast. Weil es es noch mal mehr als nur Sex oder was anderes als nur Sex. Vielleicht auch so Aktmalerei. Nacktfotographie. Sowas in die Richtung. Die Richtung, in die du dich bewegst, ist gut, denn sie geht ins Künstlerische. Tatsächlich Kunst, Kunst und Nacktkunst. Und nackt ist und Sex vielleicht? Ja, Okay. Was ist, wenn man, wenn man Sex als Kunst hat, darstellt? Ah, Schauspielerin. Die haben ja auch Sex auf der Bühne. Auf der Bühne nicht, aber im Film. Richtiges Thema. Falscher Beruf. Ich würde sagen, du bist nah genug dran, dass ich vielleicht einfach die Person, die wir dafür interviewt haben, einfach mal selbst erklären lassen kann, wann genau ihr Beruf gebraucht wird. Als Intimitätskoordinatorin komme ich dazu. Wenn irgendwo Intimität auf einer Bühne oder im Film passiert und ich sorge zusammen mit den Spielenden und mit der Regie dafür, dass das so passiert, ist es für alle gut ist, das alles sicher verabredet ist. Okay, also es geht heute um die Person, die Coached, das Schauspielende auf der Bühne oder im Film. Miteinander Sex haben oder es zumindest so aussieht und die dann vielleicht auch noch dafür sorgt, dass das alles nicht nur funktioniert, sondern dass sich die Menschen damit auch wohlfühlen. Das hast du richtig gut zusammengefasst. Tatsächlich genau der Beruf, über den wir heute sprechen wollen, ist der der Intimitätskoordinatorin. Also eine Person, die eben im Film, Fernsehen oder Theater so intime Szenen aller Art, da gibt es ja sehr viel Verschiedenes koordiniert und wie du schon so schön gesagt hast, dafür sorgt, dass die für alle Beteiligten funktionieren. Um es mal ganz allgemein zu sagen Cool, mega spannend. Wenn du jetzt kurz gehört hast, was die Person in diesem Beruf macht oder was dazugehört, was hast du für ein Bild davon? Vielleicht. Also ich könnte mir vorstellen, dass wenn wir jetzt mal eine Sexszene im Film nehmen. Boah, gute Frage, ob das einfach so spontan passiert oder ob das quasi choreographiert ist. Und was ich mich tatsächlich auch immer gefragt habe, so haben die Leute dann da wirklich Sex und ich glaube also solche Sachen zu klären, wie das Ganze vonstatten geht, könnte ich mir vorstellen, dass sie das dann macht. Genau. Was genau dahinter steckt und wie vielleicht auch der Berufsalltag aussieht, das haben wir uns auch alles gefragt. Und um mehr darüber zu erfahren, haben wir uns eine Intimitätskoordinatorin gesucht, die bereit war, mit uns zu sprechen. Und das war in diesem Fall Max Barrawasser. Max ist nicht nur Theaterregisseurin, sondern seit einer kleinen Weile auch als Intimitätskoordinatoren tätig und hat uns ein kleines Interview gegeben. Also ich bin Max Barrawasser. Von Hause aus bin ich Sprechtheater Regisseurin und ich habe eine Weiterbildung gemacht zur Intimitätskoordinatorin. Und das ist mittlerweile ein sehr festes zweites Standbein geworden, ein sehr stabiles. Und damit arbeite ich freiberuflich im ganzen Land mehrheitlich für die Bühne, manchmal auch für den Film. Ja, voll cool, dass sie da jemanden gefunden habt. Das klingt richtig, richtig spannend. Ja, es war auch ein sehr spannendes Gespräch und wir haben unfassbar viel erfahren. Ja, du hast gerade schon einen ganz wichtigen Teil der Arbeit angesprochen. So Richtung Choreographie und Dinge planen diese intimen Szenen auch planen. Das gleiche Prinzip verfolgt man ja eigentlich auch bei so einer Kampfchoreographie. Also wenn in einem Film oder einer Aufführung eine gewaltvolle Szene dargestellt werden soll, ein Kampf oder was ähnliches, um das so hinzubekommen, dass es so echt wie möglich ist, aber ohne dass irgendjemand tatsächlich Schaden zugefügt wird, braucht es natürlich jemand Professionelles, der oder die das Ganze dann irgendwie koordiniert. Und so hat uns das auch Max beschrieben. Er ist ja total klar, dass jetzt im Tatort niemand in echt erstochen wird oder in echt verhauen wird. Und da kommen auch Leute dazu, die wissen, wie man es faked. Und ich weiß das halt für Intimität. Ich finde es gerade unglaublich lustig, dass sie so sagt so ja in echt verhauen und generell diese also diese Connection zwischen Sex und Kampf. Das hat gerade in meinem Kopf einfach so, als wäre Sex auch Kampf. Aber klar, ich verstehe total den Punkt, dass das eben Abläufe sind, dass es irgendwie choreographiert werden sollte, dass das nach was aussieht und gleichzeitig halt auch niemand zu Schaden kommt. Also ich glaube gerade zu der Frage haben die Leute da wirklich Sex? Man will ja jetzt auch nicht mit jeder Person Sex haben. Das ist ja auch was wahnsinnig Intimes, Intimes. Ja, voll okay, spannend. Also Sex und Kampfchoreografie. Irgendwie ähnliche Sachen. Genau. Gehört mehr zusammen, als man vielleicht denken würde. Uns hat das bei der Recherche ja auch erst mal ein bisschen irritiert. Es gibt nämlich tatsächlich auch einen gemeinsamen Bundesverband. Okay, kurze Anmerkung an der Stelle Ich habe eben Bundesverband gesagt, es ist tatsächlich der Berufsverband Intimitätskoordination und Kampfchoreografie e.V.. Dieser Fehler wird mir noch ein paar Mal passieren. Noch mal alles neu aufnehmen wollten wir nicht. Entschuldigt den Fehler. Mittlerweile ist der Bundesverband Intimitätskoordination und Kampfchoreografie e.V.. Der wurde vor ein paar Jahren gegründet und das zeigt auch noch mal, wie jung zumindest das Feld der Intimitätskoordination ist. Was meinst du mit jung? Wie jung ist das denn? Wir haben tatsächlich mal versucht rauszufinden, seit wann es den Job Intimitätskoordination überhaupt gibt und sind da auf eine Sache gestoßen. Eine bestimmte Serie, die gefragt wird. Sag ich mal, das ist The Deuce. Das ist eine Fernsehserie von zwei tausend siebzehn, für die anscheinend, so sagen es die Archive, das erste Mal eine Person im Fernsehen für den Job Intimitätskoordination angestellt wurde. Das war damals Alicia Rhoades. Aber eigentlich lag das ja schon ein bisschen länger in der Luft, kann man sagen. Also wir haben ja auch gerade davon gesprochen, wie es analog zur Kampfchoreografie eigentlich ein Job sein sollte, der selbstverständlich ist. Voll also es wurde schon zwei tausend acht haben wir eine Masterarbeit gefunden, in der darüber geschrieben wurde, dass das Choreographieren von Kampfszenen und Szenen mit Intimität, zum Beispiel sechzehn verschiedene Kompetenzen voraussetzt. Und anscheinend war früher oft einfach die gleiche Person für beides zuständig. Okay, also das wurde damals schon analog gedacht und da ging es meistens auch nicht um Koordination, sondern wirklich nur um Choreografie. Und da reden wir jetzt auch erst vom Filmset und gar nicht mal von der Bühne. Okay, du hast gerade gesagt, es ging nicht um. Es ging nur um Choreografie und nicht um Koordination. Was ist also, was ist der Unterschied? Also der Begriff Choreografie bezieht sich ja vor allem auf, ich sag jetzt mal einfach nur auf das Technische, auf den Ablauf, auf den konkreten Ablauf. Genau. Aber die Koordination auch zusammen mit den Schauspielenden, auch im Hinblick auf die mentale Gesundheit zum Beispiel. All diese Aspekte eher im Hintergrund, sondern wirklich nur die technischen Abläufe und der Hauptaugenmerk so ein bisschen auf die Produktion selbst. Und wie es dann am Ende aussieht, dass es möglichst Realistisch wirkt aber nichts sonst. Okay. Das heißt, man hat damals halt noch nicht da so mitgedacht. Wie geht es zum Beispiel den Schauspielern denn dabei, dass sich alle wohlfühlen? Ganz genau. Okay, nach dem kurzen Geschichtsrückblick, den wir jetzt hatten, vielleicht ein kleines Popquiz. Oh, ich liebe Quizzes. Okay, drei Serien Game of Thrones, Sex, Education und Bridgerton. Welche von denen hatte keine oder keinen Intimitätskoordinatorin? Huh. Also, was ich nicht davon gesehen habe, ist tatsächlich Game of Thrones. Ich habe immer nur so Geschichten und Ausschnitte, aber da passiert ja auch sehr viel. So Sexszenen, oder? Oh ja. Okay, also in allen dreien, das ist schon mal ein guter Hinweis. Also Sex Education. Ganz ehrlich, wenn die keine Intimitätskoordination hatten, bei der. Bei dem Inhalt dieser Serie und bei dieser Aktualität. Es würde mich wirklich sehr, sehr, sehr verwundern. Bridgerton Ich meine, das spielt zwar in einem historischen Kontext, aber es ist ja schon sehr aktuell. Da gibt es ja auch Sexszenen. Ich glaube, ich werde. Ich würde, glaube ich, sagen, Game of Thrones ist dann noch ohne. Weil das ist ja auch ein bisschen älter, oder zumindest hat das sehr viel früher angefangen und ich könnte mir gut vorstellen, dass sie da sich vor allem so auf Kampf usw konzentriert haben, aber nicht auf. Also dass dann so so was wie Sex und so irgendwie hinten runtergefallen ist. Das ist genau richtig. Also du hast selbst schon gesagt, es kam zwischen zwei tausend elf und zwei tausend neunzehn raus. Game of Thrones, da war das noch nicht so gängig. Aber allein für diese Serie hätte Intimitätskoordination erfunden werden müssen. Als Person, die sie selbst geschaut hat und weiß, wie viele Intimszenen darin vorkommen. teilweise auch gewaltvolle Intimszenen, wo man natürlich auch hoffen würde, das an die mentale Gesundheit der Schauspielenden und an das Wohlbefinden der Schauspielenden gedacht wurde. Naja, aber scheinbar hat es echt eine Weile gedauert, bis der Job bekannter war. Der Beruf ist auf jeden Fall bekannter geworden. Also noch vor drei Jahren war das so, dass ich gesagt habe, ich bin Intimitätskoordinatorin und so was. Es ist ja noch nie gehört. Und mittlerweile kennen sogar Leute, die nicht in den darstellenden Künsten arbeiten, diesen Begriff und dieses Wort. Ich kann das ja auch nicht jetzt. Und ich weiß nicht, kanntest du das vorher? Wie seid ihr eigentlich darauf gekommen, dass mit in diesen Podcast aufzunehmen? Ich hatte davon tatsächlich schon mal gehört und habe auch ein Interview mal gelesen. Nicht mit einer Intimitätskoordinatorinnen selbst, sondern darstellenden, also irgendwelchen Schauspielerinnen aus einer Serie, die dann davon gesprochen haben, die natürlich, wie man es manchmal so hat, die nach ihren intimen Szenen gefragt wurden und es sollte so ein bisschen reißerisch aufgemacht werden und ich war dann positiv überrascht, dass sie das sehr bodenständig beantwortet haben und sind dann eben kurz auf, haben kurz ihre Intimitätskoordinatorinnen gelobt, die am Set immer dabei war und haben ganz kurz umrissen, was denn Aufgabe ist und was sie da so gemacht haben. Da hatte ich auf jeden Fall schon mal von gehört und wir fanden das einen spannenden Beruf, über den wir auch wirklich gerne mal mehr erfahren wollten. Was ich spannend finde, ist, gerade wenn Berufe noch eher unbekannt sind, wie es jetzt bei Intimitätskoordination der Fall ist. Immer noch haben Leute, wenn sie das erste Mal damit in Kontakt kommen, ja auch ganz oft Vorurteile. Also auch wenn man nur den Begriff hört, weiß man ja vielleicht gar nicht, was man damit anfangen soll. Oder wenn man das Stichwort Intimität hört. Damit verbinden ja viele einfach erst mal nur einen ganz kleinen Teil von dem, wofür Intimität überhaupt steht oder stehen kann. Also was sich Leute unter dem Beruf vorstellen, ist oft so ein bisschen so ein Klischee von. Dann kommt so die strenge Person, die dafür sorgt, dass wir uns alle überhaupt nicht mehr anfassen und das Gegenteil ist der Fall. Also ich halte mich nicht für besonders streng und ich sage mal so, also wenn, wenn es einvernehmlich passiert super, Fasst euch überall an, seid nackt, rollt durch Kunstblut, mir egal. So also auch oft denken Leute, es geht immer um super Wilde, riesige Sexszenen und Massenszenen und alle sind immer nackt. Und manchmal geht es aber auch wirklich nur nur in ganz großen Anführungszeichen um einen Kuss oder um Blickkontakt oder um eine Handberührung oder weiß der Kuckuck was. So, Und auch das kann sich einfach sehr, sehr intim anfühlen. Und auch das ist wichtig, wenn man das gut arbeitet oder Szenen. Da kommen viele Leute nicht drauf. So was, wie wenn auf der Bühne ein Kind gestillt wird oder eine Puppe wahrscheinlich gestillt wird. Oder Geburtsszenen oder Pflegeszenen oder Szenen, die im Badezimmer stattfinden. Ja, krass. Das ist wirklich wild. Also ich muss auch sagen, ich fühle mich da gerade selber sehr ertappt, weil ich habe zwar jetzt nicht an Wilde Massen Sexszenen gedacht, was sie gerade gesagt hat, aber so diese Idee von ich ich war tatsächlich bei Sex und dann habe ich vielleicht noch gedacht okay, ja, mal noch knutschen, knutschen kann ja auch mal ganz schön ausarten. Ja, wirklich. Aber ja, es geht. Ja, es geht ja auch um Berührungen. Es geht ja auch. Also ich habe auch manche Menschen, von denen will ich eigentlich gar nicht angefasst werden. Und schon alleine diese Schwelle irgendwie zu überwinden und was sie gerade gesagt hat, gebohrt. Also ich glaube, wir haben alle mal in irgendeiner Serie oder einem Film oder so eine Szene gesehen, wo gerade eine Frau ein Kind bekommt. Und das ist ja so eine intensive Szene und ich habe meistens eigentlich darüber nachgedacht, was für eine krasse Schauspielleistung das vielleicht auch ist, gerade wenn man selber noch kein Kind geboren hat. Aber ja, es ist unglaublich heavy emotional, dann Blutkind oder Fake Kind usw und Schweiß und wow. Ja, verstehe ich voll, dass es da auch jemanden gebrauchen kann, der einen da unterstützt, dass man das nicht alleine machen muss und dann vielleicht nur so ein Regisseur oder eine Regisseurin hat, die dann so so noch mal, das war noch nicht authentisch, solche Sachen. Ja, genau, das fand ich auch sehr. Hat mich sehr zum Nachdenken angeregt in dem Interview, weil schon alleine in dem Clip, den wir gerade gehört haben, wurden Dinge genannt, an die ich so auch erstmal gar nicht gedacht hatte. Wo, wenn man sie hört, man sich denkt Ja, na klar, wenn ich jetzt so drüber nachdenke, makes sense. Aber wenn man gar nicht weiß, auch, dass dieser Beruf überhaupt existiert, dann würde man sich nie damit auseinandersetzen, dass es dafür vielleicht noch mal eine extra professionelle Person braucht, die sowas eben nicht nur koordiniert und choreografiert, sondern ein bisschen größer denkt. Ja, bevor wir noch tiefer ins Thema gehen, sollten wir uns vielleicht auch noch mal mit den Begrifflichkeiten auseinandersetzen. Also wir reden jetzt heute über Intimitätskoordination. Und dann gibt es noch Intimitätscoaching. Das wäre aber das, was eine Paartherapeutin im Privaten mit einem privaten Liebespaar sozusagen macht. Und das mache ich nicht. Und das führt manchmal für so komische Momente. Wenn dann irgendwie der Intendant sagt Ah, wie war es denn beim Intimitätscoaching auf der Probe? Nein, nein, nein, das machen wir nicht so genau. Und wir versuchen hier einfach den den deutschen Namen Intimitätskoordination zu etablieren, um da die Trennung zu haben. Genau wie Max gerade meinte. Im Deutschen wird der Name Intimitätskoordination jetzt so ein bisschen etabliert. Im Englischen gibt es da auch verschiedene Begriffe für. Also zum einen Intimacy, Direktor, Intimacy, Coordinator und Intimacy Choreographer. Also es ist alles vielleicht ein bisschen erschlagen, wenn man wirklich noch nie davon gehört hat. Deshalb ist es laut Max und da würde ich jetzt mal zustimmen erstmal ganz gut im Deutschen dieses noch ziemlich neue Berufsbild mit einem Begriff bekannter zu machen und vielleicht in ein paar Jahren dann noch so ein paar Unterscheidungen oder andere Bezeichnungen einzuführen. Ja, voll. Also gehe ich total mit. Und was mir jetzt auch gerade von ihrem Ozon noch so hängengeblieben ist, ist halt eben immer wichtig zu sagen okay, das ist kein Coaching, weil Coaching in Bezug auf Intimität ist halt eben das, was man vielleicht als Paar und Sexualtherapeutin macht. Das hatte ich ja am Anfang auch irgendwie so ein bisschen bei dem Thema Sex so im Kopf. Ähm, ja, aber das ist ja was ganz anderes, ne? Ganz genau. Wir reden dann von nicht von der tatsächlichen Intimität, sondern von der simulierten. In dem Fall Fantasie. Okay, wir haben jetzt schon vieles angesprochen und wir haben jetzt auch erst mal geklärt, natürlich, wie bezeichnet man das und die anderen Namen usw. Aber was wir jetzt noch gar nicht haben ist so Was macht man denn jetzt eigentlich als Intimitätskoordinatorin? Ja, gehen wir mal ins Detail. Also vielleicht um es beispielhaft aufzumachen Am Theater ist ja dann noch ein kleines bisschen unterschiedlich, ob es eine Fernseh oder Film oder Theaterproduktion ist. Aber wir haben ja auch mit einer Theaterregisseurin gesprochen, in diesem Falle also vielleicht im Theater als Beispiel. Da startet das Ganze erstmal damit, dass die Dramaturgie der Intimitätskoordination mitteilt, dass es ein Stück gibt, um welche es sich handelt, was da geplant ist und wer inszeniert. Dann kommen so Gespräche mit der Regie und der Intimitätskoordination, wo einfach abgesteckt werden soll, was wie dargestellt wird und auch wie explizit dann schon mal ein bisschen konkreter. Und dann wird mit den Darstellenden gesprochen, die das Ganze umsetzen sollen. Und da geht es tatsächlich nicht darum zu sagen, das ist die künstlerische Vision, ist doch okay für dich, oder? Sondern zu sagen So, und wir schauen jetzt, wie wir das bauen können. Wir schauen, wie wir das dem Publikum so vermitteln können, dass sie die künstlerische Vision sehen, es für dich nach innen aber safe ist oder wir irgendwelche Sicherheitsvorkehrungen treffen oder nur die Leute drumherum stehen, die für dich da in dem Moment passen? Ja, es ist genau dieses Ding, was wir jetzt schon manchmal erwähnt haben, dass sich alle wohlfühlen sollen. Auch damit. Nee, ganz genau. Also da wird dann mit allen Beteiligten gesprochen. Oder so vielen wie möglich. Und je nachdem, was da vorher abgemacht wurde, wird das dann individuell koordiniert und geplant. Also zum Beispiel auch in der Theaterdarstellung jetzt den Bühnenmeister und den Leuten auch hinter der Bühne und für die Darstellenden wird das Ganze dann zu einer Art Choreographie, also wie auch bei Tanz oder Kampfchoreografie, wo wir wieder am Anfang wären. Ganz genau, wir kommen Full Circle. Dafür hat Max tatsächlich auch ein Beispiel. Jetzt um mal die die Bandbreite aufzumachen. Ich habe eine Oper begleitet, da gab es eine ganz, ganz explizite Szene mit sexualisierter Gewalt, die auch ganz drastisch dargestellt werden sollte. Das war eine ganz spannende Erfahrung, weil sowohl ich als auch die Darstellenden wirklich irgendwann so ein Gefühl hatten von so Ah, okay. Und für uns ist das jetzt einfach nur eine Choreografie und die konnten das so durch durchmachen und es war alles fein Und die Leute, die dann in den Proben saßen, saßen da mit bleichem Gesicht und dachten so Oh krass. So und einfach so, ganz bewusst zu erleben. So wie wie technisch sich das anfühlen kann. Das war spannend. Ja, also schon in der Beschreibung von der Szene, muss ich sagen, habe ich mir die gerade schon ziemlich heftig vorgestellt, so wie sie das eben erzählt hat. Und mir geht es auch manchmal so, dass ich dann da im Publikum sitze und denke Wow, voll krass. Und das macht ja auch extrem was mit einem. Aber voll schön zu wissen, dass es dann für die darstellenden Personen halt okay war in dem Moment und sie das nicht auch so unglaublich fertig macht wie mich gerade im Publikum. Es geht also darum, alles so zu gestalten, dass sich alle Beteiligten möglichst wohlfühlen. Und damit das funktioniert, hat uns Max erklärt Es ist auch wirklich wichtig. Ist es für Sie auch sehr wichtig, dass nicht nur passiv zu gestalten, nicht einfach nur als Ansprechperson da zu sein, falls jemand Probleme hat, sondern das Ganze wirklich ein bisschen aktiver anzugehen. Also ich mache das sehr aktiv, habe auch die Erfahrung gemacht, dass das total gut ist, weil ich glaube generell Menschen, die nicht gut darin sind, von alleine ihre Bedürfnisse zu äußern. Und gerade in den darstellenden Künsten lernen wir das auch alle nicht. Also egal in welcher Position man da arbeitet. Und da braucht es ein bisschen mehr, als einmal am Anfang zu sagen so, ah, du kannst auch nein sagen. Also da gehe ich immer wieder hin und sage Passt das? Sollen wir was ändern? Jetzt hast du das mal gespielt, Jetzt hat jemand zugeguckt. Genau, um einfach diesen kommunikativen Raum sozusagen die ganze Zeit offen zu halten. Ja, weil Neinsagen ist ja auch übelst schwer. Nee, also das ist schon alleine so, keine Ahnung, ganz random Beispiel Aber neulich wurde ich halt auch habe ich mich mit einem Freund von mir verabredet und dann wollten wir zusammen spazieren gehen. Wir haben uns ewig nicht gesehen und dann hat er halt gefragt, ob seine Partnerin mitkommen könnte. Und ich war in dem Moment so Boah, eigentlich eigentlich nicht. Also ich habe wirklich gar nichts gegen sie, Aber wir haben uns ewig nicht gesehen. Ich wollte gerne Quality Time mit ihm verbringen und ich hatte aber das Gefühl, dass es war ja eine Frage. Das heißt, ich könnte Nein sagen, aber ich hatte das Gefühl, es wird ein Jahr erwartet. Und ich glaube, das ist so eine ähnliche Situation, dass wenn einem dann vorher so jemand kurz mal sagt Ja, kannst du nein sagen, schön, dass es die Erlaubnis gibt, aber das auch umzusetzen ist halt voll schwierig. Genau das fällt den Leuten wirklich schwerer, als man denken würde. Und die Situation, die du gerade beschrieben hast, ist ja sogar auf Augenhöhe sozusagen. Das ist nämlich auch, finde ich, super wichtig, immer mitzudenken, dass wenn wir von Film, Theater oder Fernsehproduktion reden und von Regie und darstellen. Denn das ist ja eigentlich fast immer zwischen der Regie und den Darstellenden ein Machtgefälle gibt und man ja tendenziell auch wenn man Darstellerin ist, der Regie nicht einfach so nein sagt. Und genau deshalb sollte auch und das hat uns Marx auch so beschrieben, nie dieselbe Person Regie führen und gleichzeitig Intimitätskoordinatorin sein. Also sie hat uns auch erklärt, dass obwohl sie beides beruflich macht, dass sie nie beide Rollen gleichzeitig ausführt. Dass das für sie auch sehr wichtig ist, dass wirklich die Intimitätskoordination die Vermittlungsperson ist und darf jetzt nicht auf einer Seite stehen. Oder wenn, dann auf der Seite der Darstellerin. Ja, das ist richtig. Das ist ja fast wie so eine Gewerkschaft, die irgendwie dann so für sie einsteht. Weil ich sehe das total, dass du bist ja auch als Schauspielerin dann so vielleicht auch ersetzbar. So, dann sagt die Regie Ach nee, die ist mir zu anstrengend. Ich nehme an, ich nehme jemand anderen, der damit gar kein Problem hat. So, während sich die Person jetzt so anstellt? Ganz genau. Also vor allem in Situationen mit so einem Machtgefälle ist es ja besonders schwierig, Grenzen zu setzen und seine Bedürfnisse zu äußern. Max meinte zu uns, dass sie auch eine Art Signaturersatz hat, der sich auf genau dieses Thema bezieht. Also meint, der Satz ist nicht von mir, aber ich zitiere den einfach wahnsinnig gerne. Das ist eine Intimitätskoordinatorin, die arbeitet in Großbritannien, die heißt Ita O'Brien, und die hat einen Satz geprägt, nämlich Nur wenn ich dein Nein kenne, dann kann ich deinem Ja trauen. Und den finde ich. Das finde ich so eine gute Formel und so toll zusammengefasst. Krass. Ja. Nur wenn ich dein Nein kenne, kann ich deinem Ja trauen. Mega. Ja, fand ich auch. Sehr präzise zusammengefasst. Und Ita O'Brien, die Max erwähnt hat, die diesen Satz prägt, war übrigens auch ganz vorne mit dabei, als die Intimitätskoordination entstanden ist damals. Also sie hat zwei tausend sechzehn die Intimacy Onset Guidelines veröffentlicht, die so ein kleiner. Ja genau Guidelines ein kleiner Ratgeber waren. Quasi wie man mit Intimität am Set umgeht. Genau das ist ein kleines Regelwerk in Anführungszeichen. Also wurde auch zwei tausend achtzehn das erste Mal für Sex Education vorhin schon erwähnt, als Intimitätskoordinatorin angestellt und danach natürlich noch für ganz viele andere Shows und Filme, zum Beispiel Normal People oder auch Magic Mike The Last Dance, wie man sich das auch gut vorstellen kann. Hot Milk und Northstar sind auch noch so ein paar. Recent Examples okay, die letzten beiden sagen mir nichts, aber ja, Sex Education hatten wir am Anfang schon gehabt, wo wir auch so waren. Okay, wenn diese Serie niemanden hat und auch voll cool, dass es damit so ein bisschen anscheinend auch begründet wurde mit dieser Person, die da so ganz vornedran dabei war. Aber ganz ehrlich, Magic Mike, ich wäre ja nie auf die Idee gekommen, dass Sie da jemanden eingestellt haben. Aber wie cool. Also ich glaube, ich ich sehe diesen Film gerade ganz anders in meinem Kopf. Genau. Hat man auch direkt noch mal eine andere Perspektive auf die Filme und die Serien, die man sich da anschaut. Wir sind jetzt ein bisschen abgedriftet. Wir haben ja eigentlich darüber gesprochen, was man in diesem Beruf eigentlich macht. Wir haben jetzt also schon sehr etabliert. Man muss sehr viel sprechen und ein klares Nein. Und so weiter und so fort. Jetzt hatten wir ja auch schon so ein bisschen Choreografie und so erwähnt. Was? Was gibt es denn noch so für Sachen, die man so macht als Intimitätskoordinatorin? Ja, es gibt tatsächlich auch ein paar Tools, sage ich mal, ein paar Arbeitsmaterialien, die man für die Arbeit immer wieder braucht, die ganz oft verwendet werden. Max hat uns erzählt, dass sie immer ein kleines Kit dabei hat mit verschiedenen Sachen. Und damit zeigt sie den Leuten, was es so gibt, wie man Sachen anbringt. Stichpunkt Koerperkleber und wie man sie vielleicht auch lagert. Also auf Englisch heißt es Modesty Garments. Und es sind ja im Prinzip Bekleidungen oder Bekleidungs Versatzstücke, die dafür sorgen, dass das Publikum denkt, dass eine Person nackt ist, sich diese Person aber nicht nackt fühlt. Und die kann man im Internet bestellen oder anfertigen lassen. Manchmal kann man aber auch so MacgyverVarianten machen aus Schaumstoff und Bikini Oberteil Einlagen und ein bisschen Physio, Kinesio Tape oder so, damit es nicht so teuer wird für die Produktion. Ja, voll spannend. Habe ich auch noch nie drüber nachgedacht, dass man halt wirklich so dann irgendwie so Kleidung und so wie so ein Kostüm irgendwie hat. Aber ich musste irgendwie gerade so voll dran denken, wenn wenn ich halt einfach so in der Gegend rumlaufe und dann sehe ich vielleicht von weitem eine Person. Und dann habe ich manchmal so ein so ein Double Take Moment, weil ich so denke, hat die untenrum nichts an oder hat sie obenrum nichts an? Irgendwie sowas. Und dann gucke ich noch mal hin und bisschen genauer. Und dann sehe ich so Ah, okay. Nee, es ist einfach nur eine Hose oder ein Oberteil aus in so nude Farben. Und da hatte ich schon manchmal so Momente, wo ich das irgendwie so auf den ersten Blick nicht erkannt habe. Und genau damit spielt es ja dann ganz genau das dann. Im Alltag ist es dann meistens einfach nur ein beige Ton. Aber hier ist es ganz aktiv, gewollt und auch so produziert, dass es möglichst realistisch wirkt. Aber dass ich trotzdem die Darstellenden, die sowas dann umsetzen müssen, die vielleicht diese Modesty Games auch tragen, müssen sich möglichst wohlfühlen. Aber neben diesem ganz spezifischen Beispiel dieser Modesty Garments wollen wir sie mal nennen. Gibt es auch eine Menge anderer Gegenstände, die Max. Im Berufsalltag verwendet und braucht regelmäßig, bei dem er vielleicht nicht sofort denkt, dass das zum Berufsalltag einer Intimitätskoordinatorin gehört. Ich habe immer dabei so eine kleine Auswahl aus Taschentüchern, Tampons, Binden, Traubenzucker, Desinfektionsmittel für die Hände, Mundspray, Pfefferminzbonbons. Einfach, damit ich es im Rucksack habe und im passenden Moment sagen kann. Ach übrigens, falls ihr das benutzen wollt, bitte sehr. Ach, Gras. Ja, so viel Krempel. Das hört sich ein bisschen nach meinem Rucksack an! Tatsächlich. Aber ich bin gerade so ein bisschen hängen geblieben bei dem Mundspray und Pfefferminzbonbons und so, weil. Wie krass. Wow. Auch noch nie drüber nachgedacht. Ich glaube, das sage ich heute schon zum tausendsten Mal. Aber, ähm, wenn eine Person Mundgeruch hat, ist es ja schon manchmal unangenehm, sich der Person zu nähern. Und wenn man die dann vielleicht auch noch küssen muss oder so tun muss, als würde man sie küssen, will man das ja vielleicht noch viel, viel weniger. Also eigentlich schön, wenn dann alle einen frischen Atem haben. Ja, so was habe ich auch. Nur in irgendwelchen Hollywoodinterviews hat man mal so Stories gehört von Darstellenden, die sich dann darüber unterhalten, wer der beste Kuss war und wer vielleicht einen Mundgeruch hatte. Und da geht es dann vor allem darum, dass es dass es von der Kulanz deiner Szenenpartnerin vielleicht ist, netterweise ein Kaugummi genommen zu haben. Und selbst da ist es dann einfach hilfreich, eine Person da zu haben, deren alleiniger Job es ist, genau solche Szenen für alle möglichst gut zu gestalten. Okay, ja, also wir haben jetzt verschiedene Gegenstände gehabt, die sie immer mit dabei hat und heranreichen und einsetzen kann. Und wir haben halt vorhin ja ganz viel darüber gesprochen. Es geht um Gespräche usw. Was fehlt denn jetzt noch? Jetzt fehlt eigentlich vor allem der Part, über den wir vorhin schon ein paarmal gesprochen haben, nämlich diese Choreografie. Yes! Genau. Also wenn die Materialien geklärt sind, dann geht es zur Choreografie und auch zu den den kleinen Details, auf die man vielleicht beim Zuschauen manchmal gar nicht so achtet, die aber sehr wichtig sind. Ihr könnt mal drauf achten. Also wie oft sieht eine dargestellte Intimität tatsächlich echt aus? Also wie oft steht Gleitgel neben dem Bett? Wie oft liegen da Taschentücher? Wie oft ist es hampelig, sich die Socken auszuziehen? Und es ist ganz, ganz, ganz selten. Und ich mag das total gerne, wenn wenn das gewünscht ist. Wenn das zur Idee passt, ist wirklich auch da realistisch darzustellen. Und dann dauert das halt einfach mal einen Moment, bis man so einen Hosenknopf auf hat. So, weil es halt eben nicht. Weil sie nicht geölt ist und der Handgriff schon hundertmal gemacht wurde. Ich finde es immer total lustig, wenn man in Szenen so eher so Kleinigkeiten einbaut, die es lebendiger machen. Und es ist eigentlich immer cool, wenn man eine irgendeine Form von Sexualität simuliert und sich jemand danach den Mund abwischt. Das ist immer irgendwie ein cooles Bild, das macht es so viel lebhafter. Ja, krass. Also ich habe jetzt gerade kurz drüber nachgedacht, aber ich glaube, mir fällt jetzt kein nicht gleich eine Sexszene aus irgendeinem Film oder eine Serie auf, wo jemand sich danach dann den Mund abwischt, oder? Also auf Gleitgel auf dem Nachttisch habe ich jetzt nicht geachtet, muss ich sagen. Aber es ist ja schon so, dass das alles immer so unglaublich smooth und elegant aussieht usw Und wenn man halt selber so Situationen hat im Bett, wo man dann so ist ah nee, warte mal, da ist jetzt hier irgendwie wo kommt jetzt hier welcher Arm hin? Und solche Sachen. Und ich habe es jetzt nicht mehr ganz im Kopf, aber ich würde behaupten, dass Sex Education das dann zum Beispiel auch schon auf vielen Ebenen sehr viel realistischer dargestellt hat. War ja auch wirklich so Thema der Serie. Ja, auf jeden Fall. Wenn man das jetzt mal gehört hat, wird man glaube ich auch ein bisschen mehr darauf achten, wenn man dann demnächst mal eine intime Szene guckt. So ging es mir zumindest. Nach dem Interview auf jeden Fall. Und es ist echt spannend. Ich glaube auch persönlich, dass es ja auch für die Zuschauerinnen echt nett ist und vielleicht auch hilfreich, vor allem für junge Menschen, möglichst auch einfach realistische, intime Szenen zu sehen, die nicht so hollywood glattgebügelt sind. Alle, bei denen alles super smooth läuft, auch vielleicht beim ersten Mal so ganz konkretes Beispiel zu nennen. Aber so ein bisschen realistischere intime Szene zu bringen? Ja, das macht ja auch ganz was mit so eigenen Erwartungen dann an Sex, gerade ans erste Mal usw ist wahrscheinlich mega wichtig, wenn es in der Popkultur halt nicht so perfekt alles gezeigt wird. Ich habe richtig Bock, jetzt demnächst mal wieder Filme mit irgendwelchen intimen Szenen zu gucken und mir anzugucken. So steht der Gleitgel. Wie schnell geht das mit dem Knopf oder BH Verschluss ist ja auch so ein Ding. Oh ja, irgendwo, wo das dann immer so zack bumm einfach geht. Oder Socken ausziehen. Hat sie ja vorhin auch gesagt, dass das manchmal dann so. Eigentlich ist das ja eine sehr unelegante Angelegenheit in der Regel. Ja, und wenn man all das eben als Intimitätskoordinatorin zu koordinieren hat, zu planen, auch mit dem Rest des Teams, geht das natürlich auch nicht immer alles glatt und man arbeitet nicht immer mit Leuten zusammen, die den Job auf den ersten Blick anerkennen und wertschätzen. Vor allem, wenn er noch gar nicht so lange existiert und viele gar nicht wissen, was genau alles dazugehört. Manchmal ist es herausfordernd, mit Leuten zu arbeiten, die so sagen Ja, das brauchen wir doch alles gar nicht und das machen wir doch eh alles schon. Und ich frag doch eh immer, bevor ich anfasse. Da stoße ich manchmal auf so ein ja, so ein bisschen, so ein traditionelles. Das haben wir aber doch schon immer so gemacht und da braucht man ein bisschen Fingerspitzengefühl, um zu sagen Ja und toll und super, dass du das seit dreißig Jahren so machst. Und jetzt probieren wir mal was anderes aus. Und das ist manchmal ein bisschen, ja auch so ein bisschen Feingefühl, um das dann hinzubekommen, dass die Leute eben auch mit an Bord sind und nicht blockieren. Ja, wow, das haben wir schon immer so gemacht. Der Klassiker Klassiker Fortschritt wird kritisch gesehen und gerade in so einem Feld. Ich glaube schon, dass es viele Leute gibt, auch in der älteren Generation. Vielleicht hauptsächlich Männer, die dann so sind. So, das ist doch alles Wischiwaschi, wie sie sagt. Ebenso. Wofür braucht es das so, dass das da manchmal das Verständnis fehlt? So, ich glaube, wenn sich dieser Beruf weiter so durchsetzt, hat das glaube ich auch einen echten, großen Mehrwert für alle Beteiligten in irgendwelchen Produktionen in den darstellenden Künsten. Einfach, weil man ein bisschen mehr lernt, auch an andere Menschen zu denken, an das, was man gerade tut, wie das die anderen Person um einen herum beeinflusst. Also wirklich ein bisschen, ein bisschen aufmerksamer, glaube ich jetzt. Nicht nur wir als Zuschauende, die dann aufmerksamer Sexszenen schauen, sondern dass alle ein bisschen aufmerksamer werden. Ja, dann haben wir jetzt die Materialien, die Gespräche, die Choreografie abgearbeitet und also unseren Ablauf wieder abzustecken. Wir haben mit allen Beteiligten gesprochen, wir haben alle Absprachen. Was denkst du, wann ist die Arbeit für die Intimitätskoordination dann vorbei? Gute Frage. Das ist wahrscheinlich unterschiedlich. Film und Theater, Also Film. Könnte ich mir vorstellen, wenn die Szenen alle gedreht wurden, wo die intimen Dinge passiert sind. Aber es wäre wahrscheinlich auch gar nicht so dumm, dann noch das nachträglich noch ein bisschen aufzufangen. Das geht dann vielleicht ja so ein bisschen in die therapeutische Richtung. Aber noch mal so Gespräche darüber zu führen, im NachKlapp und bei Theater ist es ja noch mal anders, weil man hat ja mehrere Vorstellungen, wo dann diese Szene immer wieder erscheint. Und da kann es ja dann auch passieren, dass das zwischendurch irgendwie sich noch mal verändert in so Relationen Umgang mit den Schauspielenden. Vielleicht ist da auch ganz gut da man noch mal so ein Zwischen feedback zu machen. Ja, genau. Wir haben mit Max auch vor allem über das Theater geredet. Im Film und im Fernsehen wird wahrscheinlich in der Postproduktion jetzt nicht mehr so viel passieren. Vielleicht noch ein kleines Nachgespräch, ein bisschen Aftercare im Theater. Aber wie du schon gesagt hast, ist das Ganze natürlich ein bisschen weitreichender und die Arbeit ist für die Intimitätskoordination jetzt auch nicht einfach nach der Generalprobe vorbei. Also Max hat uns erklärt, dass oft nach der Premiere die Intimitätskoordination nochmal checkt, ob in der ersten Aufführung auch alle Absprachen eingehalten werden. Wie die Beteiligten sich damit fühlen, ob die noch was brauchen. Und genau das passiert dann auch noch mal mit ein bisschen Abstand. Also wenn die Vorstellung ein paar Mal gelaufen ist und falls noch irgendwas ist, müssen dann natürlich neue Rücksprache gehalten werden und vielleicht muss dann die Intimitätskoordination nochmal Hand anlegen. Meistens tatsächlich. Toi, toi, toi habe ich bisher die Erfahrung gemacht, dass es dann gut läuft. Aber es ist halt wichtig, dann auch noch mal zu sagen Ich bin jetzt zwar nicht mehr auf der Probe, aber ich bin trotzdem noch da. Ja, wir hatten ja gerade in dieser Frage Wann ist die Arbeit zu Ende? Auch schon eben wieder diese zwei Ebenen Film und Bühne. Ja, gibt es denn jetzt da noch mehr Unterschiede? Wie unterscheidet sich das zwischen Bühne und Film? Ja, aber diese Unterschiede haben wir mit Max auch ein paar Mal geredet. Wie eben schon erwähnt, die Zeitlichkeit ist natürlich ein großer Unterschied. Beim Film ist man eben ein paar Nachmittage. Ich übertreibe jetzt mal angestellt und dann ist man fertig. Bei einer Bühnenproduktion dauert das natürlich jeweils ein paar Spielzeiten lang. Jedes Mal, wenn das Stück wieder gespielt wird, noch mal Und ein großer Unterschied ist aber auch noch mal die Menge an Menschen, mit denen man zu tun hat oder auch unweigerlich zu tun haben muss. Bei so einer Bühnenproduktion, bei einem Film kannst du mit einem Closed Set arbeiten und dann sind sehr, sehr wenig Leute direkt da. Und wenn du mit einer geschlossenen Probe arbeitest, dann ist es gerade bei Bühnenproben. Bei Endproben sind es einfach wesentlich mehr Leute, weil dann steht jemand im Schnürboden und dann ist da noch die Inspizienz und die Souffleuse sitzt daneben. Und du hast eine viel größere Masse von Menschen, denen du sagen musst, das und das ist gleich zu sehen. Wenn du das nicht sehen willst, lass uns eine Lösung finden. Bei jeder Vorstellung sitzt jemand von der Feuerwehr direkt neben der Bühne. Hey, Krass. Ja klar, die Feuerwehr, die ist auch noch dabei. Die guckt auch noch zu. So, Und ich meine, klar, das Publikum guckt auch zu, aber das ist irgendwie auch noch mal eine andere Rolle. Und die Person muss ja auch mit einbezogen werden und auch vor der muss man sich dann damit wohlfühlen. Ganz genau. Und bei so einer Bühnenproduktion kommt man da eben manchmal sehr schwer drumrum. Ja, und ein wichtiger Unterschied, den es immer gibt, ist, dass man im Film ja einfach mit der Kamera arbeiten kann. Man hat nicht einfach ein großes Publikum, das von allen Seiten, aus allen möglichen Richtungen zuschaut. Und damit muss man auch planen als Intimitätskoordination, sondern im Film oder im Fernsehen kann man einfach mit der Perspektive und mit dem Schnitt so ein bisschen spielen. Also wir hatten ja vorhin schon mal Sex Education als Beispiel für eine Serie mit Intimitätskoordinatorin genannt und Max hat da auch natürlich noch mal einen ganz anderen Insiderblick drauf als wir. Ja, es gibt ganz viele Szenen in Sex Education, wo man eigentlich gar nichts sieht, weil da eine Bettdecke ist oder ein Regal im Weg steht oder jemanden T Shirt angelassen hat oder die Kamera bloß bis zum Bauch filmt und die Becken nicht mehr filmt. Und wenn man da so ein bisschen seinen Blick für schult, dann merkt man irgendwann, was man tatsächlich sieht und kann so rausfiltern, was das Hirn dazu erfindet. Also die haben wirklich super gut gearbeitet. Wenn es an ganz vielen Stellen einfach sehr, sehr sauber ist. Ja, krass. Ich muss die Serie noch mal gucken. Wirklich. Also wie wir vorhin das schon gesagt haben mit dem Wir werden jetzt anders darauf achten wie funktioniert das mit dem Hosenknopf und ist da Gleitgel ist halt auch wieder so eine Dinge. Was sieht man eigentlich und was denken wir uns dazu? Also ein paar von diesen Techniken und Requisiten, die ja jetzt auch von Max genannt wurden, die man im Film anwenden kann, kann man zum Teil auch auf der Bühne verwenden, aber es ist natürlich ein kleines bisschen schwieriger. Wie gesagt, durch das Publikum, was alles immer sieht. Ganz genau. Okay, Lena, wichtige Frage, wenn ich jetzt gerade diesen Podcast höre Ich weiß, es geht nicht, weil ich recording gerade, aber wäre ich jetzt eine Zuhörerin und ich denke mir Wow, das ist so ein cooler Job, Was ich mir auch gerade denke. Aber ich denke mir dann auch noch, ich möchte den unbedingt auch machen. Wie komme ich da hin? Wie? Wie werde ich überhaupt Intimitätskoordinatorin? Das ist eine richtig gute und richtig wichtige Frage für alle, die vielleicht interessiert sind. Wir haben ja jetzt oft genug darüber gesprochen, wie neu der Beruf noch ist. Dementsprechend könnt ihr euch vorstellen, ist es nicht unbedingt ein sehr geradliniger Weg. Also es gibt ein paar Tipps, wenn man Intimitätskoordinatorin werden möchte. Es gibt aktuell nicht so wirklich Möglichkeiten, sich in Deutschland dafür richtig ausbilden zu lassen? Klar, ein neues Berufsfeld und so, aber es gibt ein paar Onlineangebote und Weiterbildungen und den vorhin schon erwähnten Berufsverband, von dem wir schon gesprochen haben. Der gibt auf seiner Website auch an, eine eigenständige Ausbildung und Zertifizierung für den Beruf der Kampfchoreographin und Intimitätskoordinatorin zu planen. Das heißt, da sieht man so ein bisschen was am Horizont, was das vielleicht bald als Option gibt. Und Max empfiehlt Da aber sich wirklich online und oder im Ausland Weiterbildungsmöglichkeiten zusammenzusuchen, sich ein bisschen seinen Weg quasi selbst zu bauen, zu gucken, was für einen passt, welche Möglichkeiten man überhaupt wahrnehmen kann und parallel aber vor allem auch in die Praxis zu gehen. Also learning by doing. Und diese Ausbildung, die du gerade erwähnt hast von dem Bundesverband, die gibt es also noch nicht, aber wird es vielleicht irgendwann geben. Die ist laut Bundesverband in Planung. Es gibt noch keine Timeline dafür. Ja, und dann ist man ja auf jeden Fall freiberuflich. Also das stelle ich mir dann halt. Generell ist es ja immer schwierig, sich so eine Freiberuflichkeit aufzubauen, aber wahrscheinlich muss man einfach dranbleiben. Ja, Max hat da tatsächlich auch ein paar konkrete Hinweise gehabt, was man auch mitbringen sollte, wenn man diesen Beruf überhaupt machen will. Also ich finde, man sollte auf jeden Fall schon eine Weile im Film oder im Theater gearbeitet haben. Oder in der Oper. Also in den darstellenden Künsten, um zu wissen, wie die Betriebe funktionieren. Und dann kann man sozusagen darauf aufsatteln und sagen Ah, jetzt lerne ich noch Intimitätskoordination, weil das schon relativ wichtig ist zu wissen, wie greifen da alle Zahnrädchen ineinander, Wie ticken die Leute, mit denen wir da arbeiten? Genau. Also ein bisschen Berufserfahrung ist wichtig. Ja, so Basics in Handwerk. Also wie fakest du, Welche Sexposition. Wie stellst du. Welche Küsse da? Worauf musst du achten? Tatsächlich aber auch ganz viel zu Gesprächsführung. Also, wie? Wie? Also, mein Job besteht aus wahnsinnig vielen Gesprächen. Und da geht es immer darum, so wirklich zu spüren, was brauchen die Leute und sagen sie dir das auch tatsächlich? Also da braucht es eine gewisse Feinfühligkeit. Handwerkliche Skills, wie schon gesagt. Und ach ja, genau. Eine ganz wichtige Säule ist noch eine Ausbildung in Mental Health First Aid, also emotionaler Erster Hilfe, weil das halt sein kann, dass du mit Leuten arbeitest, die plötzlich in einer Situation sind, in denen was angetickt wird. Und dann ist es total gut zu wissen, wie man reagieren kann. Und da gibt es aber auch tatsächlich in Deutschland mittlerweile Ausbildungen für Da kann man sich so, so einen Werkzeugkoffer packen. Man muss immer sich so ein bisschen selber Durchfriemeln und gucken was interessiert mich und womit will ich meinen Werkzeugkasten vollpacken und dann gucken, welche von den zum Beispiel Online Seminaren kann ich mal besuchen? Wo kann ich mir dann auch mal ein Live, also Live Weiterbildung organisieren in Präsenz? Sehr, sehr, sehr hilfreich ist dann auf jeden Fall vernetzen mit anderen, weil das finde ich eine Branche ist, die sehr davon lebt, dass es diesen gemeinsamen Austausch gibt und dass immer wieder ganz viel kollegiale Gespräche gibt. Von A Ich muss da und da hin mit der in der Szene. Habt ihr eine Idee dazu oder habt ihr diese Intimitätsbekleidung schon mal verwendet? Habt ihr ein Tipp für einen guten Kleber oder sowas? Und das finde ich sehr wertvoll. Also deswegen würde ich sagen. Also inhaltlich reinfriemeln und Netzwerk schaffen, das sind die beiden wichtigen Sachen. Okay, es ist ja eine Freiberuflichkeit, das heißt, es ist einfach netzwerken und ganz viel lernen, sich zusammensuchen, was sie gesprochen hat von dem Werkzeugkoffer, die Weiterbildungen, verschiedene Felder, sich mit Kolleginnen connecten und dann, je nachdem, ob man in Bühne oder Film gehen möchte, da auch eben Leute kennen und dann kommt man da zu Jobs. Korrekt. Verbindungen sind also wirklich sehr wichtig und gerade da ist die Berufserfahrung vielleicht schon zu haben. Keine schlechte Idee. Marx hat uns auch noch den Hinweis gegeben, dass für diese Connections und Community der Berufsverband sehr hilft. Der leitet nämlich Anfragen weiter und die Intimitätskoordinatorinnen können sich dann intern so ein bisschen abstimmen, wer für welches Projekt vielleicht gerade Zeit hat oder wer in der Nähe ist. Und wenn man gerade erst anfängt, arbeitet man vielleicht auch erstmal mit kleineren und oder studentischen Projekten und findet dann vielleicht auch über den Berufsverband seinen Weg zu ein paar größeren Produktionen. Okay, also der Einstieg ist ein bisschen schwierig, vielleicht, aber wir haben ja gerade schon festgestellt, es ist ja ein wahnsinnig wichtiger Job. Und wenn jemand sagt Hey, das ist cool, das möchte ich machen, ihr kommt da auch hin. Das Ganze hat dann quasi einen größeren gesellschaftlichen Mehrwert, auch einfach außerhalb des beruflichen Umfelds, in dem man sich dann einfach befindet als Teil so einer Produktion, dass man das Ganze auch so ein bisschen ins private Umfeld mitnimmt. Also auch Max selbst als Person, die innerhalb einer Produktion dafür sorgt, dass andere ein bisschen achtsamer werden. Meinte auch, dass sie selbst das in ihr Privatleben bisschen mitnimmt. Also auch so in Freundschaften oder so. Also ich stelle auch im privaten Kontext immer offene Fragen oder fragt, wie es Leuten mit irgendwas geht, anstatt davon auszugehen, dass ich es wüsste. Das schon. Also das ist ein sehr positiver Nebeneffekt. Ja, können wir uns alle eine Scheibe von abschneiden, würde ich sagen. Auf jeden Fall. Und wenn wir uns alle tatsächlich eine Scheibe davon abschneiden würden, hat Max auch eine ganz konkrete Utopie für eben diese Welt, in der wir dann leben würden. Vielleicht als total weit gefasste Utopie. Hoffe ich, dass dieser Beruf irgendwann nicht mehr notwendig ist, weil dann Menschen so sensibel und aufmerksam miteinander arbeiten, dass man uns eigentlich gar nicht mehr braucht. Das ist jetzt aber wirklich, wirklich Zukunftsmusik und wahrscheinlich wird das nicht eintreten. Und es ist ja auch gut. Ich mache das ja auch ganz gerne. Ich würde sagen, das war ein richtig gutes Schlusswort, oder? Mega und generell mega. Der spannende Beruf, den du da mitgebracht hast. Danke schön. Also mir ist jetzt hängengeblieben. Es geht um darum, dass sich alle Menschen wohlfühlen. Auch natürlich um die Choreografie. Aber dieses Wohlfühlen steht über allem. Und das ist eben auch schwierig. Sein kann, Nein zu sagen, dass die Person das dann auffängt, dass Sexszenen in Filmen vielleicht auch zukünftig ein bisschen realistischer gestaltet werden. Ich will unbedingt jetzt auch mehr. Halt noch mal, wenn ich solche Filme mit mit solchen Szenen halt schaue. Mehr darauf achten. Mit diesem Hosenknopf, mit den Socken, mit dem Gleitgel, das ist wirklich das hat mich jetzt hockt und dann genau Gespräche, Choreografie und dann die Gegenstände, die sie dabei hat und das ist ein Sammelsurium an allen möglichen Ausbildungen. Weiterbildungen ist und das ist vielleicht ein bisschen schwierig ist, da reinzukommen, aber auf jeden Fall möglich. Und das ist ja eine Branche, die gerade im Entstehen ist. Also wenn man da Lust drauf hat, wenn ihr da Lust drauf habt. Go for it. Also unbedingt. Es braucht mehr Intimitätskoordinatorinnen in dieser Welt. Das war's von unserer Seite. Danke, dass ihr euch die erste Folge Arbeitstitel angehört habt. Wir hoffen, ihr fandet das Thema Intimitätskoordination genauso spannend wie wir und könnte vielleicht auch mal intime Szenen und Produktionen mit neuen Augen betrachten. Ja, an dieser Stelle noch ein ganz, ganz großes Dankeschön an Max, dass sie sich die Zeit genommen hat, mit Lena zu sprechen und auch mit Christine. Genau. Auch ein riesiger Dank an Christine. Nike und ich sind nämlich nicht allein, sondern haben auch noch eine dritte Person im Bunde, die mich in diesem Falle zu der Recherche zum Thema Intimitätskoordination und natürlich beim Interview und der Produktion unterstützt hat. Also danke dir. In der nächsten Folge werden wir das Ganze ein bisschen umdrehen. Diesmal werde ich einen Beruf mitbringen und ich kann schon so viel sagen es wird mit Schnitt zu tun haben. Aber vielleicht nicht der Schnitt, an den du gerade denkst. Da habe ich schon mal ein bisschen Zeit, mir darüber Gedanken zu machen, aber nicht zu viele an euch. Schreibt uns gerne, falls ihr einen nischigen Beruf kennt, den wir uns auf jeden Fall mal ein bisschen genauer anschauen sollten. Ja, bis dahin. Tschüss. Tschüss. Arbeitstitel Der Podcast über Berufe, von denen du vielleicht noch nie gehört hast. Und jetzt gibt's noch ein paar Outtakes. Papa, ich glaube also, ich finde es schon cool mit so einem. Ganz genau. Wie oft sage ich das in dieser Aufnahme? Ganz oft? Ja, ziemlich oft. Ich sage immer Ja, Krass. Ja, Krass. Ganz genau. Ja. Krass. Ja, ganz genau. Jetzt weiß ich, woher meine Verwirrung herkommt. Entschuldige. Weil hier steht jetzt einmal Bundesverband oder Berufsverband. Und. Nein, ich glaube, das Bundesverband. Nein, Nein.